Cerys erster Mord

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Cerys erster Mord

Beitrag  Sonea von Delvon am Sa Mai 30 2015, 12:07

Neulich hatte ich eine interessante Diskussion mit meinem Kollegen, der die Bücher ja gerade liest, zu der Frage, ob Cery diesen Mann in dem Bordell wirklich umgebracht hat.

Als Faren ihm dazu den Befehl gibt, zögert Cery zuerst. Dann denkt er jedoch daran, was wäre, wenn er töten müsste, um Sonea zu verteidigen und kehrt noch einmal in das Bordell zurück. Danach wird dieser Vorfall nicht wieder erwähnt, was uns in dieser Diskussion auch gewundert hat, weil einen Mord zu begehen, nicht spurlos an einem vorbeigehen sollte.
Mein Kollege machte mich dann auf die Stelle aufmerksam, wo Akkarin ihn unter der Universität findet und seine Gedanken lesen will. Dort heißt es sinngemäß: „Er hatte Geheimnisse. Dinge, die nicht einmal Faren wissen durfte.“ Das könnte also bedeuten, dass Cery den Mord vielleicht doch nicht begangen hat und er das Faren nur verheimlicht hat, damit dieser mit ihm zufrieden ist. Später steigt Cery zwar zu einem mächtigen Dieb auf, aber damals wird er kaum die Macht besessen haben, diesen Mann dazu zu bringen, die Stadt zu verlassen, damit Faren ihn für tot hält.
Ich bin ein bisschen zwiegespalten. Einerseits fällt es mir schwer, mir Cery als Mörder vorzustellen, andererseits kann ich mir gut vorstellen, dass er für seine Liebe so weit gehen würde und die Chance genutzt hat, um sich dementsprechend abzuhärten. Jedenfalls hat mich diese Diskussion zum Nachdenken gebracht.

Was meint ihr dazu? Ich bin gespannt auf eure Antworten Smile
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Re: Cerys erster Mord

Beitrag  Lord Akkarin am Sa Mai 30 2015, 15:31

Hm, das ist echt schwierig zu beurteilen.
Da nicht näher auf den Vorfall eingegangen wird, kann man zu dem Schluss kommen, dass Cery den Mann nicht getötet hat. Andererseits stimmt, was du sagst, Sonea, dass er dann den Mann hätte "verschwinden" lassen müssen. Und zu der Zeit hatte er ja wirklich noch nicht genug Einfluss, um sowas zu bewirken.
Die Vorstellung, Cery könnte ihn tatsächlich umgebracht haben, ist mir etwas zuwider, denn ich empfinde Cery als einen Menschen, der alles soweit wie möglich ohne Gewalt lösen will. Dennoch, er will sich ja auch Faren gegenüber loyal verhalten (obwohl ich mich frage, warum, weil nachdem Sonea dann schließlich doch in die Gilde gegangen ist, brauchte Cery ja eigentlich niemanden mehr, der ihm hilft...).
Dass er zur Abhärtung getötet hat, kann ich mir bei ihm aber beim besten Willen nicht vorstellen. Wie gesagt, Cery versucht alles soweit wie möglich ohne direkte Gewalt zu lösen - was ich, so nebenbei gesagt, als sehr angenehme Eigenschaft empfinde.
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Re: Cerys erster Mord

Beitrag  Lúthien am Mi Jun 03 2015, 17:23

Mir fällt es extrem schwer Cery überhaupt einzuschätzen, auf der einen Seite wird er immer als der liebe, nette Freund von Sonea dargestellt dem man nichts Böses ztutraut, auf der anderen Seite schafft er es aber zu einem der mächtigsten Diebe zu werden, und die sind nicht gerade als überfreundlich bekannt. Smile
Cery dem Freund von Sonea würde ich nicht zutrauen den Mord wirklich begangen zu haben; Cery dem Dieb allerdings schon.
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Re: Cerys erster Mord

Beitrag  Sonea von Delvon am Mi Jun 03 2015, 21:33

Du bringst meine Gedanken auf den Punkt, Lúthien. Ohne die Bereitschaft, zu töten wäre Cery wahrscheinlich nicht so weit gekommen. Akkarin hat ihm zwar geholfen, zu einem so mächtigen Dieb zu werden, aber sich den Respekt der anderen Diebe musste er sich selbst arbeiten, weil niemand von seinem Helfer wusste. Vielleicht wurde in jener Nacht eine Art Grundstein für diesen Werdegang gelegt. Ich sehe Cery nicht als kaltblütigen Mörder oder einen wirklich "bösen" Dieb, dafür wirkt er auf mich auch im dritten Buch noch zu nett. Außerdem ist er ziemlich intelligent und ich kann mir vorstellen, dass er später als Dieb auch immer erst nach anderen Wegen sucht. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass er tötet, wenn es wirklich sein muss. Also entweder, um jemanden zu beschützen, der ihm wichtig ist oder als eine Art Gesetzeshüter der Hüttenviertel.

Über den Punkt mit der gedanklichen Auseinandersetzung, den Lord Akkarin angebracht hat, habe ich auch nachgedacht und bin irgendwie unentschlossen. Für mich wäre das eine Stelle im Buch, wo im Anschluss dringend der innere Konflikt des Charakters dargestellt werden sollte. Allerdings ist das auch bei den anderen beiden Fällen (Dannyl tötet den Dieb, der Tayend fast umgebracht hätte, Sonea tötet die Ichani) auch nicht wirklich ausgeführt worden. Das wäre zumindest nicht das erste Fantasybuch, bei dem es mir so geht.
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