Dannyl's durchgeknallte Kurzgeschichte

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Dannyl's durchgeknallte Kurzgeschichte

Beitrag  Lord Dannyl am So Okt 14 2012, 15:09

Weil ich es noch nie Geschafft habe, eine vernünftige Geschichte zu schreiben, eine vernünftige Geschichte fertig zu schreiben, geschweige denn bei einem Buch witer, als bis zur Hälfte des Prologs zu kommen, habe ich mich jetzt mal auf Kurzgeschichten beschränkt. Hauptsächlich schuld daran ist meine Schule:
- Kurzgeschichten in Deutsch
- Kurzgeschichten in Englisch
- Kurzgeschichten in Literatur

Diese Gechichten entspringt nicht ganz meiner eigenen Fantasie. Der erste Satz war vorgegeben und der zweite und dritte Abschnitt ist von zwei Mitschülerinnen geschrieben worden, der Grund, warum die Geschichte ein wenig verrückt geworden ist (ich liebe sie trotzdem...); meine lieben Mitschülerinnen scheinen in Deutsch nämlich nicht aufgepasst zu haben,...
...aber egal! Lest selbst...!

Spoiler:
Beobachter
„Du willst den Hund und ich führe ihn aus.“ sagte ich. „Das ist wieder dasselbe, wie damals: Du wolltest auch die Kinder und ich muss mich um sie kümmern.“ Wütend schmiss ich ihm die Hundeleine vor die Füße und ging.
Der Labrador Retriever schaute ihn schief an. Er mochte diesen Hund – er hatte etwas Liebes und Vertrauensvolles; es stimmt schon, der Hund ist der beste Freund des Menschen. Was wohl in dem kleinen Kerl vorging?
„Dass die sich immer streiten müssen?! Ich will doch einfach Gassi gehen, ich brauch nun mal meinen Auslauf. Hoffentlich vertragen die sich bald wieder!“
Ich seufzte. So konnte das tatsächlich nicht weitergehen. Vielleicht, aber nur vielleicht, ist es jetzt endgültig aus.
Eine Träne rinnt meine Wange hinab, aber ich weiß nicht, ob es eine Träne der Trauer, Reue, oder Wut war.
Der Hund holte tief Luft und stieß sie wieder aus. Es klang wie ein Seufzer. Ja, dieser Hund war wirklich etwas Besonderes. Am liebsten hätte er auch geseufzt. Vielleicht hätte er seine Frau aber auch lieber anschreien wollen, aber er tat nichts von Beidem. Der Hund setzte sich neben sein Herrchen und sah dessen Frau vorwurfsvoll an.
„Muss sie ihm das Leben immer so schwer machen? Das ist sein Charakter, er meint es doch nicht böse. Sie könnte sich ruhig mal bei ihm entschuldigen. Und außerdem ist wegen ihrer blöden Streiterei immer noch keiner mit mir Gassi gegangen. Jetzt ist mal gut.“
Ich schüttelte den Kopf. Ich konnte mich nicht einfach entschuldigen. Dafür ging das jetzt schon zu lange. Auch wenn es den Kindern wehtat, ich konnte mit ihm nichtmehr zusammenleben. Das war vorbei.
Meine Hand zittert, als ich die Träne mit dem Ärmel von meinem Gesicht wischt.
Nein! Das konnte sie nicht wollen. Aber er sah die Ernsthaftigkeit in ihrem kalten, wutentbrannten Blick. Und er erkannte, dass sie die Wahrheit sagte. Sie wollte die Scheidung. Fragend blickte er zu seinem Hund hinab, als dieser loslief, um die Leine zu holen. Ja, der kleine Kerl wusste immer, was für sein Herrchen und ihn das Beste war.
„Nun komm schon. Ich muss dringend raus hier, und du auch. Ab mit uns an die frische Luft. Denk über sie nach und antworte ihr, wenn wir zurückkommen.“
„Geh nur!“ sagte ich, als ich nur noch den wedelnden Schwanz von dem Hund sah. Ich drehte mich um und hörte, wie die Tür zuschlug. Erst dann verstand ich, dass er floh. Vor mir. Und das nicht zum ersten Mal. Ich rannte in den Flur und riss die Haustür auf. „Warte!“ rief ich und eilte Herrchen und Hund hinterher.
Er war frei. Zumindest fühlte es sich für einen kurzen Moment so an. Er und sein Hund. Die Sonne schien warm. Der Hund schnupperte an einem Grashalm, der ein so sattes Grün hatte, dass er fast schon unecht wirkte. Alles war perfekt, bis der Hund die Zähne fletschte und sich mit einem bösen, tiefen Knurren umdrehte.
„Es war so schön. Warum muss sie jetzt kommen? Sie macht alles kaputt. Wenn sie sich entschuldigen möchte, was hier wirklich angebracht wäre, kann sie das auch nachher machen.“
Noch bevor ich die Beiden eingeholte hatte, kam mir der Hund knurrend entgegen. „Sei still!“ zischte ich. Ich ging einen Bogen um ihn herum und stand vor dem Herrchen. Wut überkam mich. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Ich wollte einfach nur schreien und ihm alles Scheußliche sagen, was es nur gab. Aber ich brachte keinen Ton mehr über die Lippen. Alles um mich herum wurde heller, verschwamm. Das letzte, was ich erkennen kann, bin ich, die mit ihrer Faust ausholt und zuschlägt.
Jeden Tag eine neue Geschichte. Jeden Tag dasselbe Ende. Ein blutverschmiertes Messer stürzt und bleibt am Boden, neben einem offenen Buch liegen. Eine rote Flüssigkeit tropft auf das Buch. Blut vermischt sich mit Tinte und versiegelt die Geschichte. Ein kalter Wind weht durch das offene Fenster. Flatternde Vorhänge geben kurz die Sicht auf zwei Gräber frei. Mensch und Tier. Herrchen und Hund. Der Wind bringt ein leises Flüstern, eine einzige Frage, mit, immer und immer wieder. Warum?

Ich weiß, die Geschichte ist ein wenig kompliziert zu verstehen. Hoffe, sie hat euch trotzdem gefallen... Smile

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